Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin oder zum Sozialpädagogischen Assistenten
Erste Ausbildung (Modellversuch)
Es gibt viele Wege in den Erzieherberuf: In der klassischen Variante machst du nach der Mittleren Reife zunächst die Ausbildung zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten und anschließend die Aus- bzw. Weiterbildung zur Erzieherin oder Erzieher. Ab August 2026 gibt es einen weiteren Weg: Die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin oder zum Sozialpädagogischen Assistenten. Sie ist mit Berufsreife möglich und eine praxisorientierte Alternative zur Sozialassistentenausbildung für alle, die schon während der Ausbildung Berufserfahrung gewinnen und eigenes Geld verdienen wollen.
Wichtig:
Bewerbungsschluss an den anbietenden Berufsfachschulen für Sozialwesen ist der 1. März 2026!
Was brauche ich?
- persönliche Eignung
- mindestens Berufsreife
- einen Ausbildungsplatz in einer Kita, einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe (z.B. Wohngruppen) oder einer Einrichtung der Eingliederungshilfe (Einrichtungen für Menschen mit Behinderung). Eine Absichtserklärung der Einrichtung reicht vorläufig aus.
- bei ausländischem Schulabschluss: Deutschkenntnisse auf B2-Niveau
Wie lange dauert die Ausbildung?
- drei Jahre
Wie gestaltet sich die Ausbildung?
- In der Regel drei Tage pro Woche Berufsfachschule für Sozialwesen und zwei Tage pro Woche Praxiseinrichtung mit praktischer Anleitung von Fachkräften.
Für wen ist das interessant?
- für Schulabgängerinnen und Schulabgänger
- für Menschen, die bereits in den jeweiligen Arbeitsfeldern z. B. als Vertretungskraft tätig sind
Wo kann ich die Ausbildung machen?
- Eine Liste der anbietenden Berufsfachschulen findest du hier.
Was kommt dabei raus?
- abgeschlossene Berufsausbildung
- mit Berufsreife doppelter Abschluss möglich (Sekundarstufe I und Berufsabschluss)
- Weiterbildungsmöglichkeiten zur Erzieherin oder zum Erzieher und zur Heilerziehungspflegerin oder zum Heilerziehungspfleger verkürzt in zwei oder zweieinhalb Jahren
Wo kann ich arbeiten?
Zukünftige Einsatzorte für Sozialpädagogische Assistentinnen oder Sozialpädagogische Assistenten sind insbesondere Kindertageseinrichtungen, Horte, stationäre und teilstationäre Hilfen zur Erziehung, Ganztagsschulen, Ganztagsbetreuung sowie im Rahmen der Eingliederungshilfe vielfältige Wohnformen, Teilhabe im Sozialraum, Tagesstrukturen sowie Freizeit- und Begegnungsstätten.
Warum im Modellversuch?
Der Modellversuch zur praxisintegrierten Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin oder zum Sozialpädagogischen Assistenten dient dazu, eine neue Ausbildung zu erproben und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen findest auch hier.
Wer berät mich?
Die anbietenden Berufsfachschulen oder die Träger, die die Ausbildung in ihren Einrichtungen anbieten. Du kannst deine Fragen auch an das Ministerium für Bildung unter 3BFSozialwesen(at)bm.rlp.de richten.